NOW YOU SEE ME!
MUHAMMAD ALI (1942-2016)


VERNISSAGE 24. MAi 18 BIS 21 UHR

 

Thomas Hoepker und Eric Bachmann werden anwesend sein.

 

Fotografien von Thomas Hoepker, Gordon Parks, Marvin Newman, Flip Schulke, Steve Schapiro, Carl Fischer und Eric Bachmann 

 

 

Vor seinem Titelkampf gegen Georg Foreman 1974 in Kinshasa reimte Muhammad Ali bekannterweise, „Float like a butterfly, sting like a bee. His hands can't hit what his eyes can't see. Now you see me, now you don't. George thinks he will, but I know he won’t.“ Ali forderte mit diesen Worten seinen Gegner witzelnd heraus, liess seinem Spruch aber auch einen der grössten Boxkämpfe der Geschichte folgen.

 

Darüber hinaus steht die gekürzte Zeile „Now you see me”, die der Ausstellung den Titel verleiht, aber auch für Alis mutigen Kampf gegen eine diskriminierende Realität, die die historische Stellung der Afroamerikaner in den USA markiert. Für die gesellschaftlich oft unsichtbare schwarzen Bevölkerung und ihre Not war ein im Rampenlicht stehender Muhammad Ali fast gleichbedeutend mit dem Slogan der Bürgerrechtsbewegung „I Am a Man!”. Sein sportliches Talent, Charisma und seine Beharrlichkeit verliehen ihm einen Ruhm, welchen er dann nutzte, ein Licht auf soziales und politisches Unrecht zu werfen. Er verstand, dass auf ihn gerichtete Kameras auch Macht bedeuteten. Und so begann er, auch ausserhalb des Boxrings bewusst aufzutreten und für die Kameras seine Rolle zu spielen. Now you see me!

 

Die von Daniel Blochwitz und Mirjam Cavegn kuratierte Ausstellung markiert den zweiten Todestag des Boxers und vereinigt in einer Hommage an Muhammad Ali und sein Leben eine Auswahl von Arbeiten bekannter Fotografen: Thomas Hoepker, Gordon Parks, Steve Schapiro, Marvin Newman, Flip Schulke, Carl Fischer und Eric Bachmann. Es ist das Leben eines Boxers, dass durch verschiedene Sucher betrachtet und festgehalten wurde. So gibt es Fotografien des kämpfenden, liebenden, lachenden, betenden, sorgenden, posierenden und spielenden Muhammad Ali. Einige dieser Bilder sind zu Ikonen der Popkultur geworden, während uns andere Ali in einem unerwarteten Licht zeigen.