Drive In

6. März bis 2. Mai 2015


Als Symbol des amerikanischen Traums und dem damit verbundenen Aufstieg der Mittelklasse im 20. Jahrhundert ist das Auto seit den 50er Jahren in der Fotografie allgegenwärtig. Es dient als Transportmittel im Chaos der dicht befahrenen Strasse als auch in der Weite und Leere der Landschaft. Es ist aber auch Rückzugsort, ein Ort der Intimität, in den man sich aus dem öffentlichen Leben zurückziehen kann, in dem Menschen sprechen, essen, schlafen und sich lieben.

 

Als Eliott Erwitt während und nach der grossen Depression in Amerika Autos als rollende Traumgebilde fotografierte – mit dem ihm eigenen Humor und Sinn für Ironie – war das Auto bereits nicht mehr aus der amerikanischen Kultur und Landschaft wegzudenken. René Burri reiste in den 60ern nach Brasilien, um den Bau moderner Städte zu dokumentieren. Eine seiner bekanntesten Aufnahme «Men on a rooftop, Sao Paulo, 1960» ist der Blick von einem Dach hinab auf vier Silhouetten, der Feierabendverkehr hinter und unter ihnen. Die Schweizer Fotografin Simone Kappeler reiste 1981 durch Amerika, 30 Jahre nach ihrem Landsmann Robert Frank, und übersetzte ihre Reise fotografisch mit einer Hasselblad-, einer Polaroid- und der billigen und damals neuen Diana-Kamera. Sie sah Amerika in Farbe, beeinflusst vom amerikanischen Film und der Fotografie der 60er Jahre.

 

Eine Gruppenausstellung, kuratiert von Esther Woerdehoff, Paris und Mirjam Cavegn, Bildhalle

 

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