Robert Bösch – Aus den Bündner Bergen

Ausstellung vom 18. November 2016 bis 4. Februar 2017

Während 2 Jahren war der renommierte Bergfotograf Robert Bösch bei jeder Jahres- und Tageszeit und jedem Wetter in Graubünden unterwegs. Das Resultat ist eine eindrückliche Ausstellung, die das uns vertraute Gebiet von einer völlig unerwarteten und nie gesehenen Perspektive zeigt. 

 

«Was Robert Bösch in seinen schwarzweissen und farbigen Bildern festgehalten hat, wirkt zeitlos. Es ist eine Schönheit, die uralt ist und ganz jung, vor allem aber eine, die auch ohne den Menschen existiert. Weder ist dem Fotografen die systematische Erfassung aller Bündner Gipfel ein Anliegen gewesen, noch die Darstellung aller Wettererscheinungen; Gesucht hat Robert Bösch in Graubünden etwas Existenzielles, das eigentlich überall zu entdecken wäre. Doch weil die Bergnatur trotz oder neben ihrer überwältigenden Schönheit gnadenlos hart sein kann, zeigt sich das, was wir als lebenswichtig empfinden, vielleicht schneller und deutlicher. Gerade die Spannung zwischen Anziehungskraft und Gefahr steigert die Wirkung der Berglandschaft. Robert Bösch hat sich dieser Spannung ausgesetzt. Auf der Suche nach Motiven, die für ihn einen essenziellen Gehalt haben würden, wanderte und kletterte er in den Bündner Bergen, sass und wartete auf Gipfeln, in Wind und Wetter. Er beobachtete die Landschaft und das Licht, reagierte auf sie, liess sich auch vom Augenblick leiten: als Fotograf war er immer Teil der Landschaft. Auf diese Weise fing er das, was ihn im tatsächlichen wie übertragenen Sinn bewegte, mit seiner Kamera ein.»

 

Nadine Olonetzky
(Auszug dem Text «Eine zeitlose Schönheit»)

 

 

Im Oktober 2016 ist im Verlag NZZ Libro das Buch «Aus den Bündner Bergen» erschienen: Leineneinband, 208 Seiten und 100 grossformatige Abbildungen. Mit Texten von Nadine Olonetzky und Robert Bösch.

 

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