Robert Bösch – Landscapes

13. November 2014 bis 28. Februar 2015

«Als Bergfotograf ist er berühmt geworden, aber er ist weit mehr als das. Robert Bösch ist zuerst ein Liebhaber der Natur, ein Erdwanderer, der die Kontinente mit offenem Blick bereist und unermüdlich nach Bildern sucht. Er liebt die Steine – ob ein einzelner Brocken, ein ganzer Berg, ein Massiv oder die ganze sichtbare Erdkruste. Darüber wölbt sich der Himmel, zeichnen sich Horizonte ab. Wir nennen es Firmament oder Universum; dieses luftige, transparente, sich immerfort bewegende zweite Reich bildet die Ergänzung seiner Erdwelt. Dem unerschöpflichen Kosmos der Erscheinungen steht einer gegenüber, der die Momente im richtigen Augenblick zu erfühlen und mit der Kamera festzuhalten weiss, bevor sie unwiederbringlich vergehen. Dabei ist er kein Apologet, der in Ehrfurcht erstarrt, kein Überhöher oder Überzeichner. Man könnte ihn, wie Ferdinand Hodler, eher als Realist bezeichnen. Seinen Bildern haftet etwas Selbstverständliches an, auch wenn sie gleichsam einen Sinn für das Erhabene und Spektakuläre beweisen.
Robert Bösch ist ausgebildeter Geograf und dazu ein Steinspezialist. Sein Gebiet ist die gesamte Erdoberfläche. Fast scheint es unwichtig, wo er sich gerade aufhält, wo er anhält, um eine Aufnahme zu machen. Er wandert, er kraxelt, er spaziert, bummelt und er prescht mit seinem Auto über Land. Er hält sich an äusserst exponierten Stellen auf und ganz gewöhnlichen, er fotografiert mitten im Sturm und bei Sonnenaufgang, bei milden Temperaturen und in verwegenem Klima, in der Wand oder einfach unterwegs. Er fühlt sich ganz einfach auf diesem Planeten zu Hause. Gäbe es den «globalisierten Fotografen», er zählte dazu. Und mehr noch: Dank unserer Mobilität steht ihm die ganze Welt zur Verfügung und der Globus wird zum eigentlichen Thema.»


Guido Magnaguagno

 

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