WERNER BISCHOF – FOTOGRAFIKER

26. August bis 1. Oktober

1936 hat Werner Bischof 20-jährig sein Fotostudio eröffnet – an der Türe war geschrieben: «Foto-Grafik».

 

Genau hier knüpft die Ausstellung an: sie beginnt mit frühen, wenig bekannten Studioarbeiten, die von der formalen Kraft und dem meisterhaften Spiel mit Licht und Schatten zeugen, welche auch später Werner Bischofs Fotografie geprägt haben. Die Ausstellung würdigt Bischofs Zeit als Fotojournalist mit wenigen Bild-Ikonen, um sich danach ganz seinen späten Jahren zu widmen. In Japan und den Americas (USA) entwickelte seine Fotografie ihre volle Kraft. Diese Reisen während den Jahren 1951-1953, kurz vor seinem frühen Tod, waren geprägt vom Wunsch, aus dem engen Korsett der Auftragsfotografie auszubrechen und eine neue Bildsprache zu finden. Im Auftrag von Magnum Photos nach Tokio gesandt, entdeckte Bischof seine Leidenschaft für Japan und verlängert seinen Aufenthalt auf ein knappes Jahr. Er widmet sich dort neben seinen Aufträgen auch persönlichen Bildern und Recherchen. Ein wichtiger Ausdruck seiner Arbeitsweise zeigte sich in seinem Wunsch, «sich in die japanische Seele einzuleben.» Dieses «in die Tiefe gehen» hat Werner Bischof gesucht – müde von der «Storyhetzerei». Und tatsächlich: die Formensprache der späten Jahre ist avantgardistischer, befreiter, abstrakter … auf seiner USA-Reise 1953 begann er auch mit Farbe zu experimentieren.

 

Fazit: Die Ausstellung zeigt Werner Bischof weniger als Fotojournalisten sondern setzt den Schwerpunkt auf seine Fotoessays, die davon zeugen, wie gewaltig und stringent Bischofs Formensprache war, sein Spiel mit Licht und Schatten, sein unglaublicher Gestaltungswille. 

 

Speziell für die Ausstellung wurde zusammen mit dem Werner Bischof Estate eine limitierte Jubiläums – Edition entwickelt. Darunter auch exklusive Platinum – Palladium – Prints. 

 

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