PAUL CUPIDO – ÉPHÉMÈRE


AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG UND BUCHVERNISSAGE

Donnerstag, 23. Mai 2019
von 18 bis 21 Uhr

Zur Eröffnung erscheinen die Monografie «Éphémère» und das Künstlerbuch «Continuum» von PaulCupido (beides Edition Bildhalle).


Der Künstler ist anwesend und signiert seine Bücher.



Die Bildhalle freut sich, die erste Einzelausstellung des holländischen Künstlers Paul Cupido zu eröffnen und zeitgleich mit «Éphémère» seine erste Monografie anzukündigen. Zusätzlich erscheint das limitierte Künstlerbuch «Continuum», ein gedrucktes Kunstwerk bestehend aus 6 Papiersorten, die das Blättern zu einem taktilen Erlebnis machen (Design: Akiko Wakabayashi). Mit beiden Publikationen lädt die Edition Bildhalle ein, PaulCupidos poetische Bilderwelt zu entdecken. Mitte Mai zeigen wir seine Arbeit zum ersten Mal an der internationalen Kunstmesse Photo London, am 23. Mai dann in der Einzelausstellung in Zürich.



 

Der gleichnamige Titel der Ausstellung und der Publikation weist auf einen Schlüsselbegriff in Paul Cupidos künstlerischem Werk. In der Botanik bezeichnet «ephemer» die Eigenschaft akuter Kurzlebigkeit eines Organismus («nur einen Tag lebend»); im übertragenen Sinne beschreibt das Wort jedoch eine existenzielle Flüchtigkeit, die Cupidos zarte Bilder von Pflanzen, Menschen und Landschaften zu durchdringen scheint. 



 

Paul Cupido wurde 1977 auf der kleinen holländischen Insel Terschelling geboren. Die Bewohner lebten weitgehend von dem, was die Natur zu bieten hatte: vom einheimischen Nahrungsangebot und den Dingen, die an Land gespült wurden. Die tiefe Naturverbundenheit der Insulaner und ein Leben, das stark vom Rhythmus der Jahreszeiten, der Mondphasen und der Gezeiten beeinflusst war, prägen Cupido bis heute auch in seiner künstlerischen Arbeit. Er ist davon überzeugt, dass die gelebte Existenz des Menschen eng mit der Natur verwoben ist. 



 

Paul Cupidos fotografische Erkundungen führten ihn kurz nach Abschluss der Fotoakademie zunächst nach Japan und später dann in die tropischen Zonen des brasilianischen Amazonas. Doch jede Erforschung eines Ortes mittels der Fotografie ist bei Cupido zugleich eine spirituelle Reise ins Innere. Seine elektrisierenden Bildsequenzen scheinen im Moment des Übergangs vom Tag zur Nacht entstanden zu sein, in einer Zone ohne Zeit und geografische Verortung, aber voller Zauber, melancholischer Schönheit und poetischer Kraft.

«Wherever his worldwide photographic explorations take him, Paul Cupido brings to bear his childhood experience of growing up on an island on his images and the way he prefers to talk about them. The heartbeat of life on the island is supported by rhythm of the seasons, the moon, and the movement of the tides. The beauty of such strong environmental bonds, paired with a sense of the fragility of life, gave shape to Paul's later engagement with photography and image-making.
(…) 


 

In recent series the emphasis has shifted to éphémère. Borrowing this notion from the artist Charlotte Davies and her immersive, interactive visual/aural artwork of the same name (1998), Cupido stresses the fleetingness of existence in the process of genesis, metamorphosis and disappearance, as well as focuses on the symbolic correspondences between earth and body. 


The ephemeral is also expressed through the moonlit landscapes and the dusk, that transitional zone in between the harsh light of day and the depths of the night. Coincidentally, «ephemerae» refers to temporary printed matter. Cupido's well-crafted prints, however, promise anything but short-livedness, yet invite us to meditate on the fragility of life, the interconnectedness of humans and non-humans, and the silence that is at the heart of every word and image.»

 

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