Paul Cupido (*1972, NL)

 

 

Eine Einzelausstellung in der Galerie ist im Mai 2019 geplant. Zusätzlich zeigen wir Paul Cupidos Werke nächstes Jahr an der Photo London – in einer Doppelausstellung mit Albarrán Cabrera – und an der Photo Basel im Juni 2019.

 

Einige der wunderschönen Prints können schon jetzt auf Anfrage besichtigt werden. Gerne senden wir Ihnen eine Dokumentation zu. 

 


Paul Cupidos beschäftigt sich in seinem Werk mit der Suche nach innerem Frieden, im Wissen, dass auf Stille in der Regel auch wieder Aufruhr folgt. Aus den Widersprüchen des Innenlebens sucht Cupido nach Schönheit im Flüchtigen. Seine ineinandergreifenden Produktionstechniken verstärken den vielseitigen Zugang des Künstlers zur Fotografie. 

 

«Ich bin auf Terschelling geboren, einer kleinen holländischen Insel, auf der die Natur und die Elemente regieren. Als ich ein Kind war, lebte die lokale Bevölkerung noch weitgehend einen Lebensstil, der auf dem beruhte, was die Natur zu bieten hatte: wir lebten von einheimischen Lebensmitteln und sammelten die Dinge ein, die an Land gespült wurden. Unsere Lebensweise war stark vom Zyklus und Rhythmus der Jahreszeiten, den Gezeiten und den Mondphasen geprägt. 
Meine Erfahrung und meine Erinnerungen an das Leben auf der Insel (ich bin vor langer Zeit weggezogen) wird durch die aus der Quantenphysik stammende Vorstellung ergänzt, dass Nichts «fest» oder «solide» ist, was wiederum meinen Glauben bestärkt, dass wir als Menschen eng mit der Natur verwoben sind.
Ein wichtiger Aspekt meiner Arbeit ist das, was ich «Aufschichtung von Erinnerungen» nenne. Denken Sie an Ihre glückliche Kindheit, das Erwachen der Jugend, Freundschaften und die erste Liebe ... an Fehler, Wachstum und schließlich den Tod. Ereignisse im Leben hinterlassen Spuren in unseren Erinnerungen, die irgendwann ebenfalls verblassen und zuweilen ganz verschwinden. Die Vergänglichkeit des Lebens ist unvermeidlich. Die Pflege oder der (Wieder-)Aufbau einer Beziehung zur Natur kann tröstlich sein, und dies möchte ich mit meinen Bildern sichtbar machen.»

Paul Cupido, 2018

 

Paul Cupido wurde 1972 auf der kleinen holländischen Insel Terschelling geboren. Er schloss sein Studium mit cum laude an der Fotoacademie Amsterdam 2017 mit dem Multimedia-Projekt «Searching for Mu» ab. Im gleichen Jahr wurde er beim Belfast Photo Festival mit einem Künstleraufenthalt und in Japan mit der Hariban Jurors' Choice ausgezeichnet. Das GUP-Magazin publizierte seine Arbeit in ihrer Ausgabe «New Dutch Talent 2018». Im Mai 2019 wird die Bildhalle Cupidos erste Einzelausstellung zeigen, zeitgleich mit einer Doppelausstellung (mit Albarrán Cabrera) an der Photo London. Im Juni 2019 folgt eine Ausstellung seiner Arbeiten an der Photo Basel. Cupido arbeitet zur Zeit an zwei neuen Büchern: mit dem Designer Akiko Wakabayashi an einem Buch über seine Japan-Serie, mit der Verlegerin und Grafikerin Esther Krop an einer Publikation über seine neuste Arbeit «Amazonia». Cupido lebt mit seiner Familie in Amsterdam.

 

«Surrounded by the endlessly rich and complex organism that is the Amazon, I began to reconnect with a more primal life balance, and appreciate ever more strongly that everything is connected and interdependent. I started to play freely again like a child, or a Homo Ludens. In the moonlight I photographed a balloon, which became a symbol for the moon, balancing at the tipping point of the earth's demise.
Back home, distressed by news of growing threats to the Amazon, I felt compelled to mirror those stories by inflicting similar violence on my photographs, cutting and burning through my images, and dousing them with black ink. The works from the series «Amazonia» are part of an ongoing visual study, exploring the destructive Anthropocene age, and the search for solace in primal experiences.»

Paul Cupido, Project «Amazonia»